Eines der bekanntesten Bilder aus dem Naturpark der Sierra von Castril ist der Durchbruch des Barranco de la Magdalena ins Haupttal des Río Castril. Ein 1,5 Kilometer lang Weg mit leichtem Schwierigkeitsgrad führt auch einen Steineichen- und Scharzkieferwald zum Flussdurchbruch Cerrada de la Magdalena.

Cerrada (Flussdurchbruch) La Magdalena

Der Ausgangspunkt (GPS 37.873150, -2.759395) der Wanderung liegt flussabwärts, unmittelbar vor einer Brücke über den Fluss. Der Weg steigt stetig an, das Ziel der Wanderung liegt 100 Meter höher als der Ausgangspunkt. Links und rechts des Weges sieht man typisch mediterrane Vegetation, darunter Rosmarin und Wacholder. Nach einem Kilometer fällt der Weg etwas ab und wendet sich nach links. Er führt an einer kleinen Finca vorbei und geht nun im Tal Barranco de la Magdalena weiter. Auf den letzten Metern steigt der Weg noch einmal kräftig an, schließlich kommt man aber an den engen und imposanten Flussdurchbruch. Die Quelle versiegt auch im Sommer nicht, tosendes Wasserrauschen hört man allerdings nur in den Wintermonaten.

 

Länge des Weges: 1,5 Kilometer (eine Strecke)

Dauer: 45 Minuten

Schwierigkeit: einfach

Download Track als KML: Cerrada de la Magdalena 

Die Klamm (Cerrada) des Río Castril ist einer der bemerkenswertesten Naturräume im Nordosten der Provinz Granada, sie ist Teil des geschützten Naturdenkmals Peña de Castril. Für die Durchquerung der Klamm benötigt man etwa eine halbe Stunde, für den gesamten Rundweg das Doppelte, wobei dieser auch ins Ortszentrum von Castril führt, vorbei an der Kirche und den Ruinen des maurischen Kastells. Der Ausgangspunkt (GPS 37.795672, -2.783536) für beide Alternativen befindet sich unten am Fluss, ungefähr 250 Meter vor dem Eingang in die Klamm.

Die Klamm des Río Castril

Die ersten Meter vom Parkplatz bis zum Eingang der Klamm geht man durch eine Parkanlage, danach gelangt man an den Punkt, an dem man linker Hand einen Weg zur Stadt hinauf sieht, den man später herunterkommen wird, wenn man sich dazu entschließt, den gesamten Rundweg zu gehen. Die Klamm, der Fluss, der Steg und das ElektrizitätswerkAuf der rechten Seite sieht man ein Bauwerk, das auf der anderen Seite der Klamm in die Felswand hineingebaut und nur über eine Brücke erreichbar ist, ein 1918 erbautes Elektrizitätswerk.

Der Weg verläuft nun immer flussabwärts, auf einem an der Felswand hängendem Steg. Das hier vorherrschende Gestein ist Kalk, in das sich der Fluss über Jahrmillionen fast hundert Meter tief eingegraben hat. Dieser Prozess wurde durch tektonische Bewegungen begünstigt und verstärkt, die die beiden Seiten der Klamm gegeneinander gepresst und aufgerichtet haben.

Der Fluss Río Castril ist nur 42 Kilometer lang, er entspringt nördlich von hier im Naturpark der Sierra von Castril und bildet in seinem Verlauf mehrere der für den Naturpark charakteristischen Flussdurchbrüche und Wasserfälle. Kurz vor der Klamm fließt er durch den Stausee Embalse del Portillo, etwa 20 Kilometer weiter südlich mündet er in den Stausee Embalse del Negratín.

Kühles, klares Wasser des Río Castril

Der Fluss führt das ganze Jahr über Wasser, sogar an heißen Sommertagen wird es kühler, wenn man sich dem Fluss nähert. Der Steg an der Felswand ist etwa 200 Meter lang, dann geht es weiter auf einem Pfad am Flussufer, bis man schließlich eine Hängebrücke erreicht.

Hängebrücke in der Klamm des Río Castril

Nach der Brücke geht man durch einen in den Fels geschlagenen Tunnel, in der Mitte des Tunnels führt eine Abzweigung zu einem Balkon über dem Fluss. Am Ende des Tunnels geht man auf einem Pfad weiter, bis man zu einer alten Mühle El Molino de la Cerrada kommt, heute eine Bar und die Gelegenheit für eine Erfrischung. Rundweg in CastrilNun kann man entweder denselben Weg zurück gehen oder man folgt dem mit „Ruta Circular“ gekennzeichneten Rundweg, der in den Ort hinauf führt. Bis in den Ort sind es 500 Meter, der Weg steigt allerdings stark an, was man an warmen Tagen berücksichtigen sollte. Im Ortszentrum ist der Rundweg nicht mehr gekennzeichnet, man geht an der Kirche vorbei, bis man zu einem Platz mit einem Amphorenbrunnen kommt. Der Weg nach unten zum Fluß über die Calle Horno beginnt hier; wenn man es noch nicht getan hat, lohnt es sich auch, einen kurzen Spaziergang durch den Ort zu machen. Nach weiteren 350 Metern kommt man wieder zum Elektrizitätswerk am Eingang der Klamm, man folgt dem Weg nach rechts, den man gekommen ist und gelangt wieder zum Parkplatz.

Brunnen in Castril

 

Länge des Weges: 2 Kilometer (Rundweg)

Dauer: 1 Stunde 30 Minuten

Schwierigkeit: mittel

Download Track als KML: Cerrada del Río Castril (Rundweg) 

Die Wanderung zu den Geierhorsten – Las Buitreras – nutzt eine alte, unbefestigte Verbindungsstraße zwischen den Orten Luque und Carcabuey. Sie führt durch die Sierra de la Lastra und die Sierra Alcaide, zwei Gebirgskämme im nördlichen Teil des Naturparks der Sierras Subbéticas. Die Straße wird kaum genutzt, sodaß es sein kann, dass man auf dem 17 Kilometer langem Weg niemandem begegnet. Da der gesamte Weg auf einer Straße verläuft aber vor allem aufgrund seiner beachtlichen Länge, sollte man sich überlegen, den Weg mit dem Fahrrad oder dem Auto zurückzulegen. 

Auf einer unbefestigten Straße zu den Geierhorsten (Las Buitreras)

Der Weg führt durch eine sehr abwechslungsreiche und beeindruckende Landschaft, zum Teil sieht man Olivenhaine, zum Teil aber auch große Flächen mit Stein- und Korkeichen, Eschen und Buchen, die für die Tierhaltung genutzt werden. Nach fünf Kilometern von Luque quert eine alte Viehtrifftstraße den Wanderweg, die Vereda de la Marchaniega, auf der früher das Vieh von Alcaudete (Jaén) nach Córdoba gebracht wurde. Diese Straßen sind rechtlich garantiert, sie sollte eine Breite von 20,89 Meter haben. Auf einer Länge von drei Kilometern könnte man hier entlang der Viehtrifftstraße wandern und die Wanderung erweitern.

Eine weitere Attraktion entlang diese Weges sind die hier heimischen Gänsegeier. Ungefähr nach zwei Dritteln des Weges, wenn es wieder bergab geht, erscheinen große Gebirgsstöcke aus Kalkstein am Rande des Weges, in denen eine Brutkolonie von Gänsegeiern beheimatet ist. Die großen Tiere kreisen langsam über dem Tal und an den Felsen sieht man weiße Flecken, dort wo die Gänsegeier ihre Nester haben.

Hochebene der Sierras Subbéticas mit Korkeichen und Ginster

Wegbeschreibung. Der Ausgangspunkt (GPS 37.55535, -4.28479) der Route (zu Fuß/Fahrrad/Auto) liegt am südwestlichen Rand von Luque, an der lokalen Verbindungsstraße CV-131. Der Weg führt durch Olivenhaine, die nach und nach durch die ursprünglichere Vegetation der Sierra abgelöst werden, er steigt zunächst von etwa 700 Meter Seehöhe auf 1000 Meter an, wo man man sich auf einer kleinen Hochebene wiederfindet. Der zweite Teil des Weges fällt ab, bis man einige Kilometer vor Carcabuey auf die Autonome Straße A-340 trifft, wobei man auf einer Höhe von 550 Metern ankommt. 

Oliven und Geierhorste im Naturpark der Sierras Subbéticas

Länge des Weges: 17,4 Kilometer (eine Strecke)

Dauer: 5 Stunden (zu Fuß)

Schwierigkeit: mittel (aufgrund der Länge)

Download Track als KML: Die Geierhorste der Sierra Alcaide (Las Buitreras) 

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