Die Korkeiche (Quercus suber) ist ein mittelgroßer Laubbaum, der in Europa und Nordafrika im westlichen Mittelmeergebiet beheimatet ist. Auf der Iberischen Halbinsel gehört dieser Baum zum typischen Erscheinungsbildes eines mediterranen Waldes, in dem auch Steineichen, Pinien und Sträucher wie Rosmarin oder Thymian wachsen. Er braucht viel Niederschlag und reagiert auf tiefe Temperaturen mit geringerem Wachstum, auch wenn er winterhart ist.

Korkeiche (Quercus suber)

Korkeichen verlieren ihre dunkelgrünen, zwischen 4 und 7 Zentimeter langen Blätter nicht, sie sind immergrün. Die Eicheln werden zwischen September und Jänner reif und dienen Zugvögeln sowie den iberischen Schweinen als Nahrung. Die Rinde der Bäume ist rau, von Furchen durchzogen und weist ein starkes Wachstum auf. Sobald die Rinde etwa 30 Millimeter dick ist, wird sie abgezogen und zu Produkten aus Kork weiterverarbeitet, das erste Mal typischerweise bei Bäumen im Alter von 35 Jahren. Je nach Region erreicht die Rinde diese Dicke alle 9 bis 12 Jahre, und zwar in Abhängigkeit von Temperatur und Niederschlag. Das Schälen der Rinde schädigt die den Baum nicht, Korkeichen erreichen ein Alter zwischen 150 und 250 Jahren.

Für die Herstellung von vor allem Flaschenkorken wird die Korkeiche auf großen Flächen in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Marokko und Tunesien angebaut, wobei die Hälfte der Weltproduktion an Kork aus Portugal stammt. In Portugal stehen diese Bäume unter Schutz und dürfen nur mit einer Sondergenehmigung gefällt werden. In Europa werden jährlich 350.000 Tonnen Kork im Wert von 2,5 Millionen Euro produziert.

Die dicke Rinde aus Kork hat sich vermutlich als Schutzmechanismus des Baumes vor den häufigen Waldbränden im trockenen Mittelmeergebiet entwickelt; Kork ist vergleichsweise feuerfest und schützt vor Hitze und Kälte. Einer der schönsten Korkeichenwälder liegt im Naturpark Los Alcornocales in Málaga und Cádiz. Große Baumbestände in Spanien gibt es auch in den Dehesas in Extremadura, aber auch bis ganz in den Norden hinauf nach Katalonien und Galizien.

Die Cherimoya ist ein immergrüner Baum mit stark verzweigten Ästen, der in seiner Heimat eine Höhe zwischen 3 und 9 Metern erreichen kann. Manchmal wird er auch Chirimoya oder Churimoya, auf Deutsch, Rahmapfel oder Zimptapfel genannt. Der wissenschaftliche Name ist Annona cherimola.

Ursprünglich stammt dieser in Europa seltene Baum aus Südamerika, genauer gesagt, aus  den tropischen bzw. subtropischen Regionen des heutigen Perus, wo er von der indigenen Moche-Kultur schon seit dem Jahr 200 n.Chr. nachweislich angebaut wird. In Spanien trifft man an der Küste von Málaga und Granada auf großflächige Pflanzungen. Die kommerzielle Ernte beginnt im Oktober und dauert nur wenige Monate, tatsächlich hat man bis Mai frische Früchte auf den Bäumen.

Der Rahmapfel gehört zu den klimakterischen Früchten, das heißt, er wird hart geerntet und reift innerhalb von einer Woche nach. Diese Zeitspanne ist zu kurz für den Export in großem Umfang in die nördlichen Länder Europas, weshalb man ihn nur selten in Supermärkten antrifft.

Die Frucht der Cherimoya hat ein süßes, weißlich-zimtfarbenes Fruchtfleisch mit unbeschreiblichem Geschmack; gelegentlich hört man, dass es am ehesten nach einer Mischung von Ananas, Mango und Erdbeere schmeckt, was aber nicht mehr ist, als der Versuch einer Beschreibung. Die Cherimoya schmeckt nach Cherimoya, sie ist reich an natürlichem Fruchtzucker, hat einen hohen Proteingehalt und viel Vitamin B1, B2 sowie Kalzium und Eisen.

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