Wenn man am Strand Playa de Bolonia der Küste in Richtung Osten folgt, erreicht man nach etwa 2,5 Kilometern die Naturbadewannen von Bolonia (GPS 36.06855, -5.73999). Die Badewannen werden von zwei Reihen spitzer Felsen gebildet, die auf einer Länge von etwa 300 Metern parallel zur Küste verlaufen. Hinter diesen natürlichen Wellenbrechern ist das Wasser etwas ruhiger und wärmer. Die Naturbadewannen sind den ganzen Tag über sehenswert, besonders aber beim Höhepunkt des Wechsels von Flut zu Ebbe, denn dann leeren sich die Badewannen relativ schnell und geben den Schlamm am Meeresboden frei. Viele Leute nehmen hier ein Schlammbad, dem Schlamm wird eine hautreinigende Wirkung nachgesagt.

Naturbadewannen am Playa de Bolonia

Ein idealer Zeitpunkt, um die Naturbadewannen am Strand von Bolonia zu sehen, ist der frühe Morgen, da der Strand zu dieser Zeit sogar im Sommer praktisch menschenleer ist, nur vereinzelt verbringen Fischer die ganze Nacht am Strand. Was die Gezeiten betrifft, so sollte man sich nach Möglichkeit einen Tag aussuchen, an dem das Niedrigwasser am späten Vormittag eintritt. Für den Weg vom Parkplatz in Bolonia zu den Naturbadewannen benötigt man eine gute Stunde, da man immer im Sand geht. Wenn das Niedrigwasser beispielsweise um 11.30 Uhr ist, sollte man um 7.30 Uhr vom Parkplatz weggehen, damit man um 8.30 Uhr ankommt, also etwa 3 Stunden vor Ebbe.

Fast leere Naturbadewannen am Playa de Bolonia

Erreichbarkeit. Am Ende der Strandpromenade von Bolonia in der Siedlung El Lentiscal liegt ein kostenfreier Parkplatz (GPS 36.080558, -5.759397) und von dort aus geht man entlang der Küste in Richtung Osten. Zunächst kann man noch einem Pfad zwischen den Büschen hinter dem Strand folgen, aber nach etwa der Hälfte des Weges geht man direkt am Strand weiter. Wenn man vier Stunden vor Niedrigwasser aufbricht, ist der Weg direkt am Strand aufgrund des Wasserstandes an zwei Stellen unpassierbar. An diesem beiden Stellen muss man sich landeinwärts wenden und den sandigen Pfaden über zwei Hügel folgen. Dabei sollte man auf die Vegetation entlang des Weges achten, im Spätsommer sieht man überall Dünen-Trichternarzissen. Und wenn man sich nach dem Schlammbad rechtzeitig auf den Rückweg macht, kann man den ganzen Weg direkt am Strand zurückgehen.

Kleines Holzboot aus Marokko am Strand von Bolonia

Entlang des Weges sieht man auch mehrere verlassene Holzboote, mit denen Migranten die gefährliche Reise über die Meerenge von Gibraltar angetreten haben. Trotz der dichten Überwachung der Straße von Gibraltar kommen einige Boote an.


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