Der Ausgang der Schlucht des Río Bailón bei ZuherosDer Río Bailón wäre nur ein kurzer und unbedeutender Fluss irgendwo im Süden der Iberischen Halbinsel, würde er nicht eine sehenswerte Schlucht bilden, an deren Ausgang das kleine Dorf Zuheros liegt. Tatsächlich ist er Teil einer beeindruckenden Kulisse, die die Schönheit des Dorf hervorhebt.

Der Río Bailón entspringt im Naturpark der Sierras Subbéticas in der Nähe der Polja der Nava, etwas südlich des malerischen Cañons, fließt dann duch diesen und an Zuheros vorbei und mündet nach insgesamt 12,8 Kilometern in den Río Guadajoz. Ein Wanderweg führt entlang des Flusses von Zuheros bis zu La Nava.

Der Fluss führt nur von Herbst bis ins Frühjahr Wasser, im Sommer versickert alles Wasser im porösen Kalkgestein.

Die Schlucht ist Lebensrauf für Gänsegeier, die in den Felsen ihre Nester haben und hoch über der Schlucht kreisen.

Der Verlauf des Río Bailón in Richtung Süden

Das Naturmonument der Infiernos de Loja (GPS 37.17034, -4.12866) bietet ein seltenes Schauspiel im sonst trockenen Süden Spaniens. Östlich der kleinen Stadt Loja fließt der Río Genil durch eine Schlucht mit Stromschnellen, Wasserfällen und Wirbeln. Infiernos meint hier keine Hölle aus Feuer, sondern aus Wasser. Der nur drei Hektar große Flussabschnitt wurde 2003 in die Liste der schützenswerten Naturdenkmäler Granadas aufgenommen. Der 358 Kilometer lange Río Genil entspringt in der Sierra Nevada, fließt durch die Stadt Granada und mündet bei der Ortschaft Palma del Río in der Provinz Córdoba in den Guadalquivir. 

Der größte Wasserfall der Infiernos de Loja ist mit einer Höhe von acht Metern die Cola de Caballo, der Pferdeschwanz. Eine besondere Attraktion ist eine Hängebrücke, die den Fluß überquert. 

 

 

 

 

Der vielleicht gewichtigste Grund für einen Besuch des 458 Hektar großen Stadtwaldes von Granada ist die Aussicht auf die Stadt. Die Dehesa del Generalife befindet sich etwas oberhalb der Alhambra und des Sommerpalastes Generalife. Eine Dehesa ist eine Weidefläche, zwar findet man heute hier kein Weidevieh mehr, aber ein großer Teil dieses Nahrerholungsraumes ist mit Olivenbäumen bepflanzt. Der Rest der kargen Vegetation machen Pinien, Eichen, kleinere Sträucher und aromatische Kräuter aus.

Sonnenuhr der Dehesa del Generalife

Von verschiedenen Orten des Stadtwaldes sieht man den Río Darro oder die Sierra Nevada. Die Alhambra selbst sieht man nicht, dafür aber Granada von einem ungewohnten Blickwinkel aus und die Ebene von Granada bis zu den ersten Bergen der Sierra de Alhama im Süden. Im Stadtwald selbst findet man an Sehenswertem eine große steinerne Sonnenuhr, eine Zisterne und den Aussichtspunkt Silla del Moro – den Sitz des Mauren.

Zisterne Aljibe de la Lluvia der Dehesa del Generalife

Erreichbarkeit.  Vom Parkplatz der Alhambra sind es zu Fuß vier Kilometer bis zum zentralen Platz des Stadtwaldes, dem Llano de la Perdiz. Vom Parkplatz aus führt auch eine sehr schlechte Fahrtstraße nach oben, die teilweise unbefestigt ist. Die Straße ist etwas länger als der Fußweg und sie beginnt hinter dem Friedhof.

Ein Blick von der Dehesa del Generalife auf die Ebene von Granada

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