Am Ortseingang von TrevélezDas kleine Bergdorf Trevélez in den Abhängen der Sierra Nevada ist vor allem für ausgezeichneten luftgetrockneten Serrano-Schinken bekannt. Schon die Anreise über die kurvige und enge Bergstraße führt durch eine landschaftlich außergewöhnliche Gegend, bis man schließlich auf 1.476 Metern Seehöhe ankommt. Auf dieser Höhe ist es auch im Sommer kühl, im Winter kann sogar Schnee fallen. In diesem Weißen Dorf der Alpujarra leben knapp 800 Einwohner in nahezu ungestörter Ruhe, nur im Sommer machen die Reisebusse hier einen Halt. Man ist auf Touristen eingestellt, es gibt Restaurants und Hotels. Trevélez ist übrigens nicht die höchstgelegene Gemeinde Spaniens, auch wenn das von den Einwohnern gelegentlich behauptet und am Ortseingang verkündet wird.

Schinkentrocknungsanlagen in Trevélez

Der relativ große Hauptplatz ist eben, man kann sich hier in einer der zahlreichen Bars niederlassen und den Blick auf die Sierra Nevada genießen. Die einfachen weißen Häuser schmiegen sich an die Berghänge und bilden fast so etwas wie eine Einheit mit der Natur. Der Ort ist auch ein häufiger Ausgangspunkt für Wanderungen und Bergtouren in der Sierra, besonders auf den Mulhacén (3.479m) und die Alcazaba (3.371m).

Hauptplatz von Trevélez

Die Schinkenherstellung hat dem Ort zu Bekanntheit verholfen und einen gewissen Reichtum beschert. Auch die Lage in der Sierra Nevada ist einzigartig, aber Trevélez gehört sicher nicht der schönte Ort der Alpujarra; wenn man diesen Ort besucht, dann wegen des Serrano-Schinkens. Einige der Schinkenhersteller in Trevélez öffnen ihre Türen für Besucher, in diesen sehr unterschiedlich großen Anlagen sieht man den Schinken in allen Fasen des Herstellung.  Den Schickentrocknungsanlagen sind meist kleine Geschäfte angeschlossen, wo man die Produkte verkosten bzw. Schinken, Käse und andere Produkte der Region auch käuflich erwerben kann.

 

Sehenswertes in Trevélez 

  • Hauptplatz und umliegende Gassen
  • Schinkentrocknungsanlagen

Granada gehört zu den Städten, die man gesehen haben sollte, um deren Schönheit sich Legenden ranken und die vielfach besungen wurde. Die Legende will, dass einmal eine Frau mit den Worten „Gib ihm Almosen, Frau, nichts ist schlimmer, als blind zu sein in Granada“ dazu aufgefordert wurde, einem blinden Bettler zu helfen. Die knapp 235.000 Einwohner zählende Stadt liegt in der Senke Vega de Granada auf 684 Meter Seehöhe, am Fuß der Sierra de Huétor und der Sierra Nevada, die in der Stadt als kolossale Kulisse allgegenwärtig ist. Die im Winter schneebedeckte Sierra Nevada hat Einfluss auf das Klima der Stadt, das kälter und trockener ist als in vergleichbaren Langen. Granada ist die Hauptstadt der gleichnamigen andalusischen Provinz.

Das Zentrum von Granada mit der Kathedrale

Ein wichtiger Orientierungspunkt im Zentrum von Granada ist die Plaza de Isabel la Católica. Der alte Ortskern der Stadt liegt anschließend an diesen Platz rund um die Kathedrale und die Grabeskirche der Katholischen Könige Isabella und Fernando. In den Gassen im Umkreis der Plaza Bib-Rambla findet man die Nachbildung eines Bazars, eine Touristenfalle, in der vor allem Souvenirs verkauft werden. In der Umgebung gibt es aber auch Geschäfte für Einheimische sowie einige ganz nette Bars.

Nördlich Hauptstraße Gran Vía de Colón, die an der Plaza de Isabel la Católica beginnt, liegt das ehemals arabische Viertel Albaicín, ein an den Hang gebautes Labyrinth aus engen, verwinkelten Gassen. Viele Nord- und Mitteleuropäer, die hier leben, wohnen im Albaicín, hier liegen auch viele Apartments für Touristen. Die Hauptstraße durch dieses Viertel ist die Calle Elvira, der architektonische interessante Teil liegt nördlich.

Das dritte der alten Vierteln Granadas ist das hübsche Realejo rund um den Platz Campo del Pincipe. Das Realejo liegt westlich der beiden Plätze Plaza de Isabel la Católica und Plaza Nueva.

Geht man von der Plaza de Isabel la Católica nach Norden, kommt man zuerst zur Plaza Nueva und kann dann entlang des Río Darro zu den Höhlen des Viertes Sacromonte

Die Alhambra thront auf einem Hügel der Stadt, sie ist zwei Kilomerter von Plaza Nueva entfernt und relativ einfach zu Fuß erreichen.

 

Sehenswertes in Granada ...

 

... und in der Umgebung

Ronda ist nicht einfach nur ein Weißes Dorf im Landesinneren, es dank seiner Lage an einem Abgrund eine einzigartige Erscheinung, wie es Rainer Maria Rilke ausdrückte. Die knapp 35.000 Einwohner zählende Stadt liegt auf einem Felsplateau in einer Seeehöhe von 723 Metern im gebirgigen Hinterland der Costa del Sol, ungefähr 100 Kilometer von Málaga entfernt. Die Wände des Felsplateaus stürzen 100 Meter senkrecht in die Tiefe, Häuser und Straßen von Ronda reichen bis an den Abgrund heran, sodaß an vielen Stellen Schutzmauern errichtet wurden. Am Aussichtspunkt Mirador de Ronda bekommt man einen sehr schönen Einruck von der Lage der Stadt.

Die Altstadt von Ronda

Die Stadt ist außerdem zweigeteilt, die beiden Teile nördlich und südlich der Schlucht des Flusses Río Guadalevín sind durch drei Brücken miteinander verbunden: die 1793 errichtete Puente Nuevo (Neue Brücke), die Puente Viejo (Alte Brücke) und die Puente Árabe (Arabische Brücke). In den Felsabhängen gibt es Spazierwege durch die Parkanlage Jardines de Cuenca, die einen herrlichen Blick auf die Stadt freigeben. Die Einheimischen nennen die Schlucht El Tajo (die Steilwand), nördlich des Tajo liegt der neue Teil der Stadt El Mercadillo, südlich des Tajo befindet sich La Ciudad, die maurisch geprägte Altstadt.

In der Altstadt La Ciudad bewegt man sich durch enge Gassen zwischen niederen weißgekalkten Häusern, sie beherbergt den Großteil der Monumente.  Sehenswert ist die Kathedrale Santa Maria La Mayor, die über einer Moschee errichtet wurde, ihr Glockenturm war ursprünglich ein Minarett. Die Stadtfestung Palacio del Rey Moro (Palast des Maurenkönigs) ist über einen in den Fels geschlagenen Tunnel mit dem Grund der Schlucht verbunden. Am Rande der Altstadt liegen die sehenswerten Arabischen Bäder im Viertel San Miguel.

Ankündigung für einen StierkampfIm neuen Teil von Ronda befindet sich die älteste Stierkampfarena Andalusiens aus dem Jahr 1785. Ronda ist die Wiege der heutigen Art des Stierkampfes, Anfang des 18. Jahrhundert wurden in dieser Stadt die noch immer gültigen Regeln formuliert.

Im neuen Ronda gibt es Sehenswürdigkeiten, darunter aber die schöne Promenade Paseo de Blas Infante mit der Parkanlage Alameda del Tajo. Man findet auch einige sehenswerte Kirchen, wie die Iglesia de Nuestro Padre Jesús, die Iglesia del Socorro oder das Konvent Convento de la Merced.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt kommt man an schönen Innenhöfen vorbei, wie dem Patio de Santa Ana, auch am nördlichen Stadttor Philipps V. oder dem Brunnen mit den acht Rohren.

 

Sehenswertes in Ronda ...

 

... und in der Umgebung